Gastauftritt des LCC in Sargleben kam wieder gut an

SARGLEBEN – Da haben wir es! „Paris voilà – Lenzen oh ja“ stand am Freitagabend in großen Lettern über der Bühne im Saal des Gasthauses „Zur Wirtin“ im Karstädter Gemeindeteil Sargleben geschrieben. Und tatsächlich. Schon vor Beginn des Programms, das der Lenzener Carnevals-Club darbot, leuchteten die roten Glühbirnen. Als dann zu den französischen Worten des Elferrats und der feierlich dargebotenen Marseillaise, der französischen Nationalhymne, auch noch dicke Nebelschwaden aufstiegen, war die Stimmung perfekt für einen Abend à la française direkt aus der geliebten Heimat, welche der Elferrat nicht nur mit dem bekannten DDR-Lied „Unsere Heimat“ würdigte.
Bei der Auswahl des Prinzenpaares hatten sich die Aktiven ebenfalls auf die eigenen Qualitäten besonnen. Frank I. und seine ihm angetraute Katrin übernahmen aus den Händen von Garlins Ortsbürgermeister Klaus-Dieter Walz den Schlüssel zur Macht – auch wenn der Präsident den Bürgermeister erst einmal darüber aufklären musste, dass nicht er, sondern der Prinz das gute Stück bekommt. So konnten die Monarchen perfekt ausgestattet ihre Regierungserklärung abgeben. Dabei erfuhr das Publikum nicht nur: „Unsere Kirche ist wie der Eiffelturm, die stand hält jedem Sturm.“ Auch was umgestürzte Bäume an Positivem haben, verrieten sie, bevor sie – inzwischen völlig eingehüllt von Papierschlangen – ankündigten, die Tische krachen zu lassen, die Wände zu testen und das Dach wegzufetzen. Dabei hatte Klaus-Dieter Walz zuvor kundgetan, dass er ihnen seinen Schlüssel anvertraue, weil der LCC den Saal im vergangenen Jahr nach der Veranstaltung in einem guten Zustand verlassen habe.
Doch es kam noch dicker. Die Brezeltante packte in der Bütt aus über Dargardt, Bootz, Seetz, Garlin und Sargleben. Die Dargardter mussten sich Scherze über ihre neue Straße und die „schnittigen“ Auffahrten gefallen lassen, die Garliner lustige Bemerkungen über die gestutzten Büsche am See, die großzügige Blicke auf die dort badenden Nackedeis gewähren, und die Seetzer unter anderem Kommentare über ihre nicht angeleinten Hunde. „Bis nach Lenzen ist bekannt, in Seetz sind alle Hunde verwandt“, erklärte die Brezeltante. Sargleben betreffend ließ sie sich froh und munter über den geplanten Ferkelstall aus und bemerkte: „Hier tobt das Leben, wie der Name schon sargt“.
Natürlich begnügten sich die Aktiven des LCC noch nicht mit der Tatsache, dass so manches Geheimnis fortan keines mehr ist. Im Laufe des Abends kredenzten sie noch vieles mehr – angefangen von der Anleitung zum Glücklichsein von Doktor Mettwurst über Tänze der Funken bis hin zu den von Pariser Charme charakterisierten Einlagen der Sänger, die auch in diesem Jahr allesamt vom ureigenen Schlachtruf „Gar-Da-See olé“ begleitet wurden. Da bleibt nur noch zu sagen: „Voilà!“

(Quelle: Bianca Boock im “Prignitzkurier” der MAZ vom 12.02.2007)